Kritik Thüringer Allgemeine – Josa mit der Zauberfidel

Der Josa mit der Zauberfidel

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Matthias Huth schreibt in der Thüringer Allgemeine am 06.06.11:

Premiere von „Der Josa mit der Zauberfidel“ im Erfurter Waidspeicher

Sylvia Wanke - Josa mit der Zauberfiedel  - 02Janoschs poetische Geschichte „Der Josa mit der Zauberfidel“ erlebte als Puppentheaterstück im Erfurter Waidspeicher seine Premiere. Die Inszenierung der Stuttgarter Regisseurin und Szenografin Sylvia Wanke erzählt von dem Jungen Josa, der unendlich traurig darüber ist, dass er nicht so groß und stark wie sein Vater Jeromir ist und deshalb später kein Köhler werden kann. Erfurt. Ein Köhlerjunge bekommt eine Geige geschenkt. Er erfährt, wozu er in der Welt nützlich sein kann, wandelt Kleines in Großes oder umgekehrt und fiedelt sich zum Mond. Der poetischen Janosch-Geschichte „Der Josa mit der Zauberfidel“ hat sich das Puppentheater Waidspeicher angenommen und feierte am Samstagnachmittag Premiere.
Es ist nicht einfach, für die Jüngsten Geschichten auf der Bühne zu erzählen, denn man muss Bewegungsdrang und Mitmachfieber einkalkulieren. Regisseurin Sylvia Wanke gelingt das hervorragend, denn sie setzt das Märchen mittels sinnlicher Figuren und permanenter,

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kindgerechter Einfälle sanft und spannend in Szene. Die Akteure Anna Fülle, Paul Günther und Martin Vogel beginnen zunächst als leise Erzähler, bis sie Josa als Puppe aus der Wäschekiste erstehen lassen. Zwei Wäscheleinen und eine Leiter werden die hervorstechendsten und wandelbaren Requisiten sein, ansonsten agiert das Trio mit Federn, Tüchern, Masken und Lichteffekten. Die Musik von Katharina Wibmer pendelt zwischen Klezmer und Klassikzitat, kann allerdings das Vorwärts- und Rückwärtsspiel, welches für die Geschichte bedeutend ist, nicht wirklich fassbar umsetzen. Dies ist allerdings das einzige kleine Manko der Inszenierung.
Wenn Anna Fülle eine Ameise vergrößert oder Martin Vogel als Ziegenbock wächst, werden mit kleinen Mitteln und witzigen Regieeinfällen für Zuschauer aller Altersgruppen sinnliche Erfahrungen vermittelt. Auch für Erwachsene gibt es viel Anlass zum Amüsieren, besonders wenn Paul Günther komödiantisch in Frauenrollen wechselt.
Die einfühlsame Lichtgestaltung von Felix Bauer und letztlich natürlich auch die Puppen und Masken, welche von Regisseurin Sylvia Wanke eingebracht wurden, fügen das Figurentheater zu einem sehr sehenswerten Ganzen, welches sicherlich Jung und Alt begeistern wird und eine würdige Janosch-Entsprechung ist.
Am Ende der begeistert beklatschten Vorstellung ruft ein zweijähriger Junge: „Da bring ich noch mal alle meine Kinder mit!“ Was der Kritiker hiermit auch empfehlen würde.

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